Strom fließt in Hoppstädten-Weiersbach durch intelligentes Netz
- OIE investiert in das Netz der Zukunft
- Zuverlässige und sichere Stromversorgung durch Echtzeitinformationen
In Hoppstädten-Weiersbach zeigt sich die Energiewende nicht nur digital, sondern auch umweltfreundlich: Mit der Inbetriebnahme einer weiteren Ortsnetzstation setzt die OIE gemeinsam mit ihrem Verteilnetzbetreiber Westnetz ein starkes Zeichen für Innovation in der Region. Die neue Station ist nicht nur digital steuerbar, sondern kommt erstmals ganz ohne das Isoliergas SF₆ aus – ein Meilenstein für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Stromversorgung.
Die neue digitale Ortsnetzstation wurde in der Straße „In Bleiderdingen“ aufgestellt. Sie ist etwa drei Meter lang und wiegt rund 13 Tonnen. Vor Ort wurde sie mithilfe eines Autokrans in die vorbereitete Stationsgrube gehoben. Die moderne Technik versorgt auch den Ökompark Heide-Westrich, der mit seinem Gewerbe- und Industriepark eine wichtige Infrastruktur für die regionale Wirtschaft darstellt. Besonders hervorzuheben ist die SF₆-Freiheit der neuen Schaltanlage. Statt des bislang üblichen Schwefelhexafluorids (SF₆), das als Treibhausgas gilt, kommt hier erstmals gereinigte Luft zum Einsatz. Diese Innovation unterstreicht auch den Anspruch der OIE, moderne und nachhaltige Technologien in der Region voranzutreiben.
Ortsnetzstationen sind zentrale Bausteine der Energieversorgung: Sie wandeln Mittelspannung in haushaltsübliche Niederspannung um. Die digitale Variante übernimmt diese Aufgabe ebenfalls – überträgt aber zusätzlich Live-Daten per Mobilfunk oder Glasfaser. So kann das Stromnetz in Echtzeit analysiert und bei Bedarf schneller reagiert werden. Das smarte System erkennt Störungen frühzeitig, hilft bei der Eingrenzung von Fehlern und reduziert Ausfallzeiten. Die gewonnenen Daten ermöglichen zudem eine vorausschauende und bedarfsgerechte Netzsteuerung. „Das Netz der Zukunft muss digital sein, denn die Anforderungen an die Stromnetze werden immer komplexer“, erklärt Thomas Johann, Vorstand der OIE. „Einerseits speisen immer mehr Anlagen Strom aus erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind ein. Andererseits steigt der Verbrauch durch Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge. Digitale Ortsnetzstationen helfen uns, diese Belastungen zu erkennen und gezielt zu steuern.“ Insgesamt wurden bereits vier Ortsnetzstationen in Hoppstädten-Weiersbach digitalisiert, eine weitere folgt voraussichtlich Mitte des Jahres.
Die Energiewende stellt die Verteilnetze auf die Probe. Ohne massiven Ausbau werden sie den steigenden Anforderungen nicht gerecht. Die Herausforderung für Verteilnetzbetreiber besteht darin, immer mehr Verbraucher und Erzeuger effizient anzubinden. Neben dem klassischen Netzausbau – also mehr Leitungen, Transformatoren und Stationen – setzt die OIE deshalb verstärkt auf Digitalisierung und innovative Technologien wie SF₆-freie Schaltanlagen. Ein anschauliches Bild liefert der Vergleich mit dem Straßenverkehr: Das Stromnetz gliedert sich in Hochspannungsleitungen (110.000 Volt), Mittelspannungsleitungen (10.000 Volt) und Niederspannungsleitungen (400 Volt) – vergleichbar mit Autobahnen, Bundes- und Landstraßen. Während das Hochspannungsnetz große Städte und energieintensive Betriebe versorgt, beliefert das Mittelspannungsnetz kleinere Orte und Unternehmen. Das Niederspannungsnetz ist für Haushalte und Geschäfte zuständig. Umspannwerke und Ortsnetzstationen verbinden diese Ebenen – wie Autobahnkreuze oder Abfahrten.
OIE - HIER. GEMEINSAM. JETZT. Die OIE AG ist der regionale Energieversorger für die sichere und zuverlässige Lieferung von Energie und Service im Landkreis Birkenfeld und Teilen des Landkreises Kusel. Sie bietet ihren Kunden Strom, Gas, Wärme und damit verbundene Dienstleistungen aus einer Hand. Vor Ort gestalten wir die Energie-Zukunft der Region gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern.