Idar-Oberstein,
25
August
2026
|
09:11
Europe/Amsterdam

Einsatz zwischen Blaulicht und Stromkasten

Zusammenfassung
  • Üben, retten, lernen: Einsatz bei der OIE
  • 24 Stunden Berufsfeuerwehr hautnah erlebt
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Blaulicht, Teamgeist und jede Menge Verantwortung. Beim Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Idar-Oberstein konnten 43 junge Nachwuchskräfte hautnah erleben, was der Feuerwehralltag bedeutet. Unterstützt von 20 Betreuern, Helfern und Jugendfeuerwehrwarten meisterten die Jugendlichen innerhalb von 24 Stunden zahlreiche realitätsnahe Einsätze. Eine besondere Rolle spielte dabei eine Übung auf dem Betriebsgelände der OIE in Algenrodt.

Von Freitag, 17 Uhr, bis Samstag, 17 Uhr, verwandelte sich die Feuerwache 1 in Oberstein in eine echte Berufsfeuerwehrwache. Die 43 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 10 bis 16 Jahren kamen aus den vier Feuerwachen Oberstein, Tiefenstein, Nahbollenbach und Weierbach zusammen, um gemeinsam einen spannenden und lehrreichen Tag zu erleben. Bereits bei der offiziellen Begrüßung wurde deutlich, welchen Stellenwert die Nachwuchsarbeit für die Feuerwehr hat. In Anwesenheit von Bürgermeister Friedrich Marx und Wehrleiter Jörg Riemer richtete OIE Vorstand Thomas Johann Grußworte an die Jugendlichen und sprach den zahlreichen Ehrenamtlichen seinen Dank für ihr Engagement aus. Zudem hatte er allen Teilnehmern noch eine kleine Aufmerksamkeit überreicht.

Im Verlauf der 24 Stunden mussten die Jugendlichen insgesamt sieben Übungseinsätze bewältigen. Dabei war nicht nur feuerwehrtechnisches Können gefragt, sondern auch Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und schnelle Entscheidungsfähigkeit. Ein besonderes Highlight stellte die Übung auf dem Betriebsgelände der OIE in Algenrodt dar. Die Einsatzlage war realitätsnah vorbereitet: Nach einem angenommenen Kurzschluss in einem Stromkasten war ein Brand ausgebrochen, zudem galt ein verletzter Mitarbeiter als vermisst. Die Jugendfeuerwehr rückte mit einem kompletten Löschzug an und musste zunächst Zugang zum abgesperrten Gelände schaffen. Anschließend galt es, die verletzten Personen zu retten und zu versorgen sowie den Brand fachgerecht zu bekämpfen. Zur Darstellung des Feuers kam eine Nebelmaschine zum Einsatz, während erfahrene Feuerwehrkräfte die Übung begleiteten und für einen sicheren Ablauf sorgten.

Neben der praktischen Einsatzübung stand auch die Wissensvermittlung im Fokus. Im Anschluss erläuterte Leon Priebe, Netzmonteur bei Westnetz, dem Verteilnetzbetreiber der OIE und selbst bei der Feuerwehr, den Jugendlichen die besonderen Gefahren elektrischer Anlagen und sensibilisierte sie für den sicheren Umgang mit Strom im Feuerwehreinsatz. Die Übung bot damit nicht nur spannende Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr, sondern vermittelte zugleich wertvolles Wissen für den Ernstfall.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Jugendfeuerwehr und dem Energieversorger wurde während des Berufsfeuerwehrtages besonders sichtbar. Die Bereitstellung des Übungsgeländes und die Unterstützung bei der Durchführung unterstreichen die langjährige Verbundenheit aller Beteiligten und ihr gemeinsames Engagement für die Nachwuchsförderung in der Region. Zwischen den Einsätzen sorgten gemeinsame Mahlzeiten, Spiele und Freizeitangebote für Abwechslung. Gerade diese Momente stärken den Zusammenhalt innerhalb der Jugendfeuerwehr. Freundschaften entstehen dabei oft weit über die eigene Feuerwache hinaus und bilden eine wichtige Grundlage für die spätere Zusammenarbeit in den aktiven Einsatzabteilungen.

Der Berufsfeuerwehrtag zeigte eindrucksvoll, mit welchem Engagement und welcher Begeisterung die Jugendlichen bei der Sache sind. Gleichzeitig machte die Veranstaltung deutlich, wie wichtig die Unterstützung durch ehrenamtliche Betreuer, Helfer sowie regionale Partner wie die OIE ist, um den Feuerwehrnachwuchs auf seinem Weg zu fördern und auf zukünftige Aufgaben vorzubereiten.

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