Idar-Oberstein,
06
Juni
2024
|
10:00
Europe/Amsterdam

Ringfee besucht Storchenkinder in Hoppstädten-Weiersbach

Zusammenfassung
  • Nachwuchs in luftiger Höhe
  • Verteilnetzbetreiber stellt Steiger zur Beringung von Jungstörchen bereit
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Ein tierischer Einsatz der etwas anderen Art fand kürzlich in Hoppstädten-Weiersbach statt. Ein junges Weißstorchenpaar hat vor rund sechs Wochen auf einem Strommast Storchennachwuchs bekommen. Das gleiche Vogelpaar hatte es sich bereits im letzten Jahr auf dem Mast gemütlich gemacht, jedoch keinen Nachwuchs bekommen. Da Störche nesttreu sind, kehrte das Paar in diesem Jahr wieder zurück und kann sich nun über Nachwuchs in Form von zwei gesunden Storchenbabys freuen. Mitarbeitende von Westnetz, dem Verteilnetzbetreiber der OIE, und Martina Kohls trafen sich vor Ort, um zusammen die Beringung der Baby-Störche durchzuführen.

„Es freut uns sehr, dass die Beringung der Jungvögel so reibungslos funktioniert hat und die ganze Storchenfamilie wohlauf ist“, erklärte Detlev Pieroth, Monteur bei Westnetz, dem Verteilnetzbetreiber der OIE und fügte hinzu: „Uns ist der Naturschutz überaus wichtig. Hohe Aufwendungen für den Vogelschutz sind in unserem Hauses Standard für das Wohl der Tiere und wir sichern Strommasten und Trafostationen stets umfangreich ab.“

Am Nest angekommen wurde sich in luftiger Höhe zuerst über das Wohlergehen der Tiere vergewissert und das Nest von Unrat befreit. Bei dem Prozess der Vogelberingung wird den Jungtieren ein Kunststoffring mit individueller Nummer und einer Kontaktadresse ans Bein gebunden. Der Ring hilft bei der Erkennung und Untersuchung der Vögel und dient dem Schutz und Erhalt der Artenvielfalt. Westnetz, der Verteilnetzbetreiber der OIE, stellte einen Steiger zur Verfügung, damit das in luftiger Höhe gelegene Storchennest sicher erreicht werden konnte. Zunächst überprüfte die Storchenexpertin die Gesundheit der jungen Vögel. Danach schnallte Martina Kohls dann die Carbon-Ringe an den Füßen der Störche vorsichtig fest.

Martina Kohls ist ehrenamtlich für die Vogelwarte Radolfzell am Bodensee tätig. Die Zentrale für Tiermarkierung, ehemals betitelt als Beringungszentrale, kümmert sich unter anderem um die Vogelberingung in Süddeutschland. Da Störche unter Naturschutz stehen, musste die Beringung vorab von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) bewilligt werden. Vögel werden beringt, um Daten zu sammeln, die der Wissenschaft und dem Naturschutz dienen. Je mehr Informationen gesammelt werden, umso besser lassen sich die Vögel schützen.

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